Montag, 5. Juli 2010

04.07.10 - 05.07.10

So jetzt bin ich bei meiner Gastfamilie in Thailand und moechte euch einen ersten Eindruck verschaffen. Ich habe ein bisschen "Tagebuch" gefuehrt:


04.07.10, 9:00 Uhr

...Am naechsten Morgen haben wir gefruehstueckt, uns von den anderen Hopees verabschiedet und sind in den Schoolvan gestiegen. Jetzt erwarten mich 12 std. Fahrt mit den nicht gerade gespraechigen Hopees aus der USA, welche auch in Lamphun wohnen werden.

04.07.10, 14:20 Uhr

Alles hat sich zum guten gewendet :). Durch die Gespraechsthemen - Barack Obama, Food und Vorurteilen bei Deutschland und der USA - sind die Amis ploetzlich gespraechig geworden und ich unterhalte mich viel mit ihnen. Zusaetzlich sind meine Advisorin und Coordinatorin viel netter geworden, nein das ist eig. falsch. Das Verhaeltnis zwischen uns ist besser geworden. Ausserdem sind wir Tempel besichtigen
gegangen, sind auf einem Thai-Markt Essen einkaufen gegangen, haben frische Kokusnussmilch aus Kokusnuessen getrunken und sind Thai-Essen gewesen. Nun liegen noch 6 std. Fahrt vor uns.

05.07.10, 13:56 Uhr

Gestern Abend sind wir noch kurz Essen gegangen (Thai essen den ganzen Tag) in Lamphun, meinem Dorf. Die Gastfamilien von 2 Amimaedchen wollten sie dabei\danach abholen. In Lamphun essen die Thais Sticky Rice with Pork. Der Reis wird fuer jeden in einem kleinen Koerbchen serviert. In Lamphun isst man das mit den Haenden und den Reis formt man zu einer Kugel dippt sie in eine scharfe Sosse und dann isst man sie. Nach dem Essen sind die Familien mit den 2en abgezogen und dann luden wir kurze Autofahrt spaeter die restlichen 2 Amijungs aus. Dann war nur noch ich da und ich wurde ein bisschen nervoes. Wir fuhren durch ein Labyrinth von Strassen und Haeusern bis wir die Einfahrt zu meinem neuen Haus erreichten. Das Haus ist sehr gross, es hat einen riesigen wunderschoenen Garten mit Kokusnusspalmen, Mangobaeumen und
anderen Fruchtbaeumen und einen Wassergraben, der das halbe Haus umkreist indem Fische leben. Hier sollte ich also 1 ganzes Jahr leben. Der Grossvater, der Sohn und die Mutter begruessten mich mit dem Wai, dem Gruss der Thais und von meiner Gastmutter bekam ich 2 ganz tolle selbstgemachte Blumenstraeusse in die Hand gedrueckt. Wir gingen zusammen mit der Advisorin ins Haus und ich ueberreichte der Familie ihre Geschenke. Doch die Familie packten ihre Geschenke nicht aus, aber das wurde uns von AFS-Thailand vorher schon mitgeteilt, dass manche Thais das eben so machen. Die Advisorin zog dann auch schon ab und ich war ab sofort alleine auf dieser Welt. Ich fuehlte mich so. Dann sagte die Mutter ich solle meine Sachen aus dem Koffer in den Schrank in mein Zimmer raeumen, duschen und dann zu Bett gehen. Das
Zimmer teilte ich mir mit meinem Gastbruder Put (Tiraput). Als ich duschen wollte und in das 2 mal 2 meter grosse Badezimmer trat, lief es mir eiskalt den Ruecken runter. Die Toilette hatte kein Klopapier sondern stattdessen an der Stelle neben dem Klo einen kleinen Duschkopf. Dann bemerkte ich, warum die Thaimaenner die von der
Toilette kamen am Flughafen einen nassen Fleck am Hintern hatten :(((((( *heul*. Noch musste ich nicht kacken aber es wuerde kommen:((. Dann wollte ich duschen und es kam der naechste Schock: Man konnte nur ganz kalt duschen!!! Und fuer mich als Warmduscher war und ist es heute gewesen eine riesige Ueberwindung. Nach der kalten Dusche ging ich mit (dem so gut wie gar kein Englischsprechenden) Bruder Put ins
Bett.

Am naechsten Morgen als ich aufwachte gab es sofort Fruehstueck. Die anderen waren schon wach (Mein Gastvater arbeitet in Bangkok, sorry ich vergass es zu schreiben. und draussen auf der Terasse gab es dann Sandwiches. Danach hat Put mich durch den schoenen Garten gefuehrt, doch Reden konnten wir leider nicht. Spaeter kamen dann ca. 10 Freunde von Put (keiner aelter als 16) mit ihren Rollern und meine Mum fragte
ich, ob ich Lust haette mit ihnen, Opa und Put zum Tempel zu fahren. Ich willigte natuerlich ein und so fuhren wir gefolgt von 4 Rollern zum Tempel. Im Tempel trafen wir auf einen Moench mit dem wir im Tempel beteten. Anschliessend haben alle Jungs sich Besen, Schubkarre, Haken und Schaufeln geschnappt, mir wurde ein Besen in die Hand gedrueckt und wir mussten (oder besser gesagt haben, denn fuer die Jungs war dies scheinbar selbstverstaendlich) die ganze Gegend um die Tempelzufahrt von Blaettern und Gras befreien. Es war tierisch anstrengend bei praller Sonne ueber 2 std. da zu arbeiten. Ich habe mich aber mit der Zeit immer besser mit Put und den Jungs verstanden (wenn auch nur durch Koerpersprache). Am Ende sind 2 Jungs Cola und
Ice holen gefahren, was wir dann zusammen mit meinem Opa und dem Moench getrunken haben. Es war sehr erfrischend! Dann fuhren wir nach Hause und meine Mum hatte Fritten und (Thai-)nudeln gemacht. Es schmeckte hervorragend ("aroi ma-ma"). Es hat richtig viel Spass gemacht mit den Jungs. Spaeter erfuhren wir, dass wir alle in die
selbe Klasse gehen wuerden auf der gleichen Schule und das machte die anderen und vor allem mich ganz gluecklich.

Ich hoffe es hat euch gefallen und ich hoffe ich kann euch spaeter weiteres berichten.

Ich habe euch alle ganz doll lieb und ich vermisse euch!!

Robin

Kommentare:

  1. hast du eigentlich auch schon viele freunde da..?

    und
    was sind hopees ..?


    kathaRINA

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  2. hey Katharina...schoen das du meinen Blog verfolgst! Ja ich habe schon viele Freunde dort.

    Hopees sind all die die Mit AFS (der Organisation mit der ich unterwegs bin) in irgentein land reisen.

    Liebe Gruesse,

    Robin

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